|
INFEKTIONSKRANKHEITEN
|
|
Leishmaniose
weite Verbreitung findet die Leishmaniose in
tropischen und suptropischen Klimazonen einschließlich der Mittelmeerländer.
|
|
| unterschieden werden 3 Formen der Leishmaniose: | die Kutane = Hautleishmaniose |
| die Mukokutane = Schleimhautleishmaniose | |
| die Viszerale = innere Leishmaniose | |
| Anzeichen der Krankheit können sein: | juckende Hautveränderungen mit Krusten und Knötchen |
| Haarausfall und Pigmentstörungen Entzündungen im Bereich der Krallen Fieberschübe, Schmerzen in der Bauchregion, Anämie Gewichtsverlust trotz anhaltendem Appetit vermehrte Flüssigkeitsaufnahme und Harnvolumen häufiges Erbrechen, Gelenkentzündungen, Nervenschmerzen und Muskelschwund. |
|
| Diagnose: (hier gibt es zwei mögliche Testverfahren): | der Bluttest |
| mit dem die Krankheit indirekt über
Antikörper (Titer-Wert) bestimmt wird. |
|
| der direkte
Nachweis durch Untersuchung eines Lympfknoten- oder Knochenmark- punktates |
|
| Behandlung: | die zur Zeit klassische Behandlung erfolgt mit Allpurinol und/oder |
| Clucantime. | |
| Prophylaxe: | da eine Schutzimpfung bisher leider noch nicht verfügbar ist sollten Sie |
| vor Antritt Ihres Urlaubs in ein gefährdetes Gebiet unbedingt eine konsequente Insektenvorsorge mit Ihrem Tierarzt besprechen. | |
Mit freundlichen Grüßen AG Phospholipide |
|
|
|
|
Dirofilariose
(Herzwurm)Endemische Gebiete sind tropische und subtropische Länder sowie in Europa die Mittelmeerländer z.B. die italienische Poebene, die Kanarischen Inseln, aber auch die USA und Ungarn. Durch den Stich einer der ca. 60 verschiedenen
Stechmückenarten wird der Hund mit den Mikrofilarien infiziert. Aus diesen
entwickeln sich die adulten Herzwürmer (Makrofilarien), die sich dann, nach
einer Inkubationszeit von einigen Wochen bis Monaten, in großer Zahl im
rechten Herzen, der großen Lungenaterie, der Hohlvene und gelegentlich
anderen Organen finden.
|
|
| Anzeichen (Symptome) können sein: | schnelles Ermüden, Atemnot, Husten, Herzrasen, Leberstauungen, |
| Bauchwassersucht ..... |
|
| Diagnose: | durch direkten Nachweis von Mikrofilarien im Blut (Knott-Test) |
| die Blutprobe sollte am späten Nachmittag oder Abend entnommen werden, weil die Mikrofilarien dann am zahlreichsten im Blut vorkommen. | |
| durch
serologischen Nachweis auf adulten Filarien mittels Antigennachweis
im Serum (ELISA). Diese Untersuchung ist allerdings erst 6 - 7 Monate nach der Infektion aussagefähig. |
|
| Behandlung: | die medikamentöse Therapie erfolgt mit mehr oder weniger |
| toxischen Präparaten bei oft massiven
Nebenwirkungen. Das Abtöten adulter Herzwürmer ist zudem sehr riskant wegen der Gefahr einer Thrombose. Eine weitere Therapie ist die Chirurgie, bei der die Würmer mechanisch entfernt werden. Auch diese Behandlung birgt hohe Risiken. |
|
| Prophylaxe: | über die zur Verfügung stehenden Medikamente wird Sie Ihr Tierarzt |
| gerne informieren. Vor Antritt der Reise in eines der gefährdeten Gebiete sollte jedoch spätestens 1 Woche vorher mit der Prophylaxe begonnen werden und diese bis 2 Monate nach Urlaubsende fortgeführt werden. |
|
| abschließend sei noch erwähnt, das unerkannte und/oder nicht behandelte Filaria immer zum Tod des Hundes führt. | |
|
|
|
Ehrlichiose
Ehrlichia canis
ist eine Infektionskrankheit die durch Zeckenstiche ausgelöst werden
kann. (braune Hundezecke, die weltweit in warmen Klimazonen vorkommt.)
Endemische Gebiete sind: Mitteleuropa
Asiens, Afrikas und der
Mittelmeerländer
bis Norditalien und Südschweiz. Inzwischen traten auch Erkrankungen in
Frankreich und Deutschland auf. Häufig tritt Ehrlichiose gemeinsam mit der
Babesiose auf, da beide Erreger von denselben Zecken übertragen werden.
|
|
| Anzeichen (Symptome) können sein: | Akut oder meist chronisch, aber auch asymptomatisch. Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung kommt es zum Krankheitsausbruch |
| mit Fieberschüben bis 41 Grad Celsius,
Nasen - und Augenausfluß, blasse Schleimhäute, geschwollene Lymphknoten,
zentralnervale Störungen, Gelenkentzündungen, Durchfall und Erbrechen.
Später können sich Knochenmarkschäden und chronische Blutarmut einstellen.
Im Vergleich zur Leishmaniose ist im Blutbild die
Thrombozytenzahl häufig extrem niedrig Ausserdem liegt eine Hemmung der
Erythropoese vor. |
|
| Diagnose: | Ehrlichia Erregernachweis im Blut |
| Behandlung: | Mit Antibabesienmitteln oder Antibiotika durchaus heilbar. |
| -Imizol =
Carbesia (Schering-Plough ): Behandlung wie bei Babesiose. -Doxyclin Tabletten: 10 mg/kg 1x täglich 3 Wochen lang. Homöopathische Präparate und Vitamin B können den Heilungsprozess unterstützen. |
|
| Prophylaxe: | Zeckenbekämpfung: |
|
Sie
können Floh- und Zeckenhalsbänder mit auf die Reise nehmen. Besser ist es
aber, das Tier bereits vor dem Urlaub mit einem medizinischen "Haarspray" zu
behandeln, dessen Wirkstoff in die Haut eindringt und über 4 - 6 Wochen
kontinuierlich abgegeben wird. So ist Ihr Tier für mehrere Wochen gegen
Floh- und Zeckenbefall geschützt. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt
beraten. |
|
| Menschen können durch
Ehrlichiose-Erreger in endemischen Gebieten auch nur über Zecken angesteckt
werden. |
|
|
|
|
|
|
| Babesien treten weltweit,
vorwiegend aber in den Mittelmeerländern, den USA und den Tropen auf. Auch
in Deutschland, Norditalien, der Schweiz, England, Ungarn und Frankreich
wurden schon Fälle beobachtet. Im europäischen Raum besteht die Hauptinfektionsgefahr von Mai bis Oktober. |
|
|
Die
Übertragung der Babesien erfolgt durch Zeckenarten: Rhipicephalus,
Dermacentor, Haemaphysalis und Ixodes Arten.
|
|
| Anzeichen (Symptome) können sein: | je nach Schwere der Erkrankung können sich folgende |
| Krankheitsbilder zeigen: Apathie, Mattigkeit, hohes Fieber, blasse bis gelbliche Schleimhäute, rot bis grünbrauner Urin, Leber- und Milzvergrößerung, sowie Anämie. Aber auch zerebrale Schädigungen wie Lähmungen, Bewegungsstörungen und auch epileptische Anfälle wurden schon beschrieben. |
|
| Diagnose: | mikroskopischer Nachweis des Erregers im Blutausstrich |
| serologische Untersuchung (FAT oder
ELISA-Test) in einem Speziallabor. |
|
| Behandlung: | Mit Antibabesienmitteln |
| -Imizol =
Carbesia (Schering-Plough ) -Doxyclin Tabletten bei schweren Verlaufsformen sind zusätzlich Bluttransfusionen und eine Intensiversorgung notwendig. Die wichtigste Prophylaxe ist wiederum die Zeckenbekämpfung und das regelmäßige und rasche Entfernen von Zecken. |
|
| Prophylaxe: | Zeckenbekämpfung: |
|
Sie
können Floh- und Zeckenhalsbänder mit auf die Reise nehmen. Besser ist es
aber, das Tier bereits vor dem Urlaub mit einem medizinischen "Haarspray" zu
behandeln, dessen Wirkstoff in die Haut eindringt und über 4 - 6 Wochen
kontinuierlich abgegeben wird. So ist Ihr Tier für mehrere Wochen gegen
Floh- und Zeckenbefall geschützt. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt
beraten. |
|
|
|
|
Lyme-Borreliose |
|
|
Die
Verbreitung erstreckt sich weltweit. In Mitteleuropa werden die Borrelien
von der dreiwirtigen Schildzecke (Ixodes ricinus) übertragen, es können ALLE
Zeckenstadien infiziert sein. Die Bakterien, die im Darm der Zecke leben,
werden durch die Blutmahlzeit aktiv. Nachdem der Hund von der Zecke
gestochen wurde, dauert es ca. 24 Stunden bis die Bakterien in den Hund
eingedrungen sind. Endemische Gebiete stellen vor allem Flussniederungen
dar. Die Zecken sind vor allem von März bis Oktober aktiv, wobei die höchste
Aktivität auf die Monate April bis Juli und September fällt. |
|
| Anzeichen (Symptome) können sein: | einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, |
|
Lethargie, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Lahmheit und
Lymphknotenschwellungen. Ebenfalls können Herzbeschwerden, neurologischen
Auffälligkeiten oder Nierenerkrankungen auftreten. |
|
| Diagnose: | Da die Diagnosestellung bei der Borreliose aufgrund der |
| unspezifischen Symptome schwierig ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten: | |
|
· Borreliose-Antikörpertiter: Immunfluoreszenztest, der Antikörper frühestens 2 Wochen nach Infektion nachweist. · Borreliose-Immunoblot: Durch diesen serologischen Test werden Antikörper gegen einzelne Borrelien-Antigenfraktionen nachgewiesen. Dieser Test ist spezifischer, aufwendiger und teurer als der Immunfluoreszenztest. · Borrelien-PCR
(Polymerase-Kettenreaktions-Test): Direktnachweis (schnell und sehr
empfindlich), benötigtes Untersuchungsmaterial z. B. Gelenksflüssigkeit. |
|
| Behandlung: |
Tetrazykline, Amoxicillin, Doxycyclin nach Anweisung des behandelnden Arztes |
| Prophylaxe: | Ein wirksamer Zeckenschutz. |
| Außerdem
sollte der Hund nach
jedem Spaziergang sorgfältig abgesucht und Zecken sofort entfernt werden. |
|
|
|
|