Es gibt Momente, da schwankt man zwischen Traurigkeit, Hilflosigkeit und unsagbarem Zorn.
Man möchte laut aufschreien, die Menschen, die da vor einem stehen durchschütteln und einfach nur losheulen.
Doch es hilft ja nichts, sie haben beschlossen, ihren Hund abzugeben .......

Da sitzt sie nun vor uns, noch ein wenig irritiert von dem, was da gerade geschah,
lässt sich von uns knuddeln und liebkosen und zeigt uns, wie süß sie um ein Leckerlie betteln kann.
Und so sehr man sich auch darüber freut, das sie nicht furchtbar trauert und uns wie selbstverständlich
ihre Zuneigung und ihr Vertrauen schenkt, laufen uns dennoch die Tränen......

.......und wir fragen uns wieder und wieder: WIE KANN MAN NUR ?!
"sie bleibt nicht alleine", sagte man uns, "wir haben ALLES versucht"
Doch selbst wenn dem so sein sollte und man seinen Hund nach eigener Aussage doch so sehr liebt,
hätte sich da nicht ein lieber Dogsitter finden lassen .........NEIN, offensichtlich nicht !

Dann entdecken wir den Knubbel an Jana`s Beinchen und auf unsere Frage, warum man diesen nicht
hat entfernen lassen bekommen wir die Auskunft, der Tierarzt wollte sie auf Grund ihres Alters ?! nicht
mehr operieren und Jana würde dieses Geschwür ja auch nicht stören.
Das mag sein, dennoch stellt eine solche Zuwachsung immer auch ein Risiko dar. Jana spielt sehr gerne
mit anderen Hunden und tollt mit ihnen herum. Was wenn dabei das Geschwür aufreißt ?
Unsere Tierärztin sah dieses Risiko ebenso wie wir und so vereinbarten wir einen OP Termin.

Bevor es los ging sollte sie aber noch mal viel Spass haben und schöne Spaziergänge unternehmen,
denn nach der OP ist ja dann erst einmal viel Ruhe angesagt.

Das mit dem Relaxen übte sie auch schon mal.

Am 01.10.2011 war es dann so weit.
Und obwohl sich die OP alles andere als leicht erwies (der Tumor war stark durchblutet)
schaffte es unsere Frau Dr. Annemüller den Tumor zu entfernen und die Blutung zu stoppen.
Zur Sicherheit und Ruhigstellung des Beines wurde dann noch ein fester Verband angelegt und nun hieß es,
gut auf Mäuslein aufpassen und Beinchen schön ruhig halten.

Am 04.10.2011 war Mäuslein zur Nachkontrolle und Verbandwechsel.
Frau Doktor war sehr zufrieden mit ihr, nur Mäuslein fand die Prozedur nicht ganz so dolle aber: was sein muss, muss sein.

Und da die kleine Jana nach wie vor noch viel Ruhe braucht, dachten sich Nahome und sie:
"was ist da schöner, als gemeinsam im Bett zu kuscheln und zu schlafen ?!"
Wer so dolle verwöhnt und umsorgt wird, wird sicher ganz bald auch wieder gesund und .....
ALLES WIRD GUT !

Da braucht es dann doch nur noch ganz besonders liebe Menschen, die unserer kleinen Zaubermaus ein wunderschönes Zuhause
schenken und sie nach Herzenslust verwöhnen. Schwer dürfte das nicht sein, denn Jana ist einfach nur herzig, verschmust, anhänglich und mit einem so lieben Wesen ausgestattet, das man ständig versucht ist, sie zu knuddeln. Trifft sie auf Artgenossen
(egal ob Rüde oder Hündin) sagt sie mit freundlich wedelnder Rute Hallo und lässt sich nur zu gerne auch mal auf ein Spielchen ein. Beobachtet man sie dann dabei mag man gar nicht glauben, dass sie doch eigentlich schon eine Hundeomi ist, so ausgelassen wie
sie sich dann zeigt. Spazieren gehen findet sie auch ganz toll und mit ihrem kleinen Knuffelnäschen erschnüffelt sie dabei aufmerksam
und ganz interessiert die große weite Welt. Im Haus ist sie eine ganz ruhige Lady und glücklich, wenn sie einfach dabei sein und ihren Menschen zu Füßen liegen darf. So wäre Jana nicht nur der perfekte Anfängerhund sondern gleichsam auch ein toller Bürohund oder
dufte Kumpeline für einen schon vorhandenen Hund.

 

28.12.2011
Heute war es soweit und Jana konnte in ihr neues Zuhause ziehen.
Eine liebe Familie hat sie nun, viele Hände die sie streicheln, mit ihr spielen und sie verwöhnen.
Viel Grün rundherum zum Gassi gehen, herum tollen oder Hundefreunde kennen lernen.
Was für ein schönes Happy End für unsere liebe kleine tapfere Jana-Maus.

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