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PETERCHEN |
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Peterchen hat endlich ein neues und dieses mal endgültiges Zuhause gefunden. Peterchen ist das, was man als „Unglückswurm“ bezeichnen kann. Bereits als Welpe saß er im Tierheim und muss wohl dort auch ein traumatisches Erlebnis gehabt haben. Denn bereits als Welpe hatte er beim Gassi gehen große Angst und lebte nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung! Dieses Verhalten behielt er bei und hat es auch in seiner Familie, die ihn aus dem Tierheim holte nicht abgelegt. Er wurde immer schwieriger und seine Familie hat ihn an Schnuppy übergeben. Das folgende Jahr war für Peterchen schlimm. Immer wieder haben sich verschiedene Menschen für ihn interessiert aber spätestens als sie ihn live draußen erlebt haben, war die große Liebe von der man uns erst am Telefon erzählt hatte schnell wieder vorbei. Was haben wir alles für ihn getan. Hundeschule und Tiertrainer, Fotos ohne Ende – mit Kindern, mit Katzen, mit anderen Hunden, beim Schmusen usw. – um Peterchen zu zeigen wie er ist – ein lieber, verschmuster, mit allen verträglicher Hund, der draußen eben sehr unsicher ist und alles anbellt. Aber wie viele Hunde machen dass!?! Vor ein paar Wochen meldete sich dann wieder einmal eine Frau, die Peterchen ein neues Zuhause geben wollte. Nach längeren Telefonaten haben wir uns dazu entschlossen, Peterchen ins Auto zu packen und zu der Frau zu fahren. Die Frau machte dann auch einen guten Eindruck auf uns und auch Peterchen schien sich wohl zu fühlen. Wir hatten wie immer ein Vermittlungsgespräch, in dem wir seine Vorgeschichte erzählten, noch einmal darauf aufmerksam machten, dass Hunde nun einmal auch eine Eingewöhnungszeit brauchen und nicht immer dass tun, was wir gerne hätten und wie sehr wir uns doch wünschen würden, dass Peterchen endlich ein endgültiges Zuhause finden würde. Sie versicherte uns, dass sie dies alles wüsste und dass wenn ein Hund einmal bei ihr sei, er auch für immer bleiben würde – egal was kommt. Na ja, wir hatten ein gutes Gefühl und vermittelten ihn mit Schutzvertrag an diese sein vermeintlich neues Frauchen. Im Laufe der nun folgenden Woche rief sie mehrmals täglich bei uns an. Peterchen würde uns hinterher trauern und er würde durchgehend bellen wenn sie nicht da sei. Wir sagten ihr, dass Peterchen natürlich auch traurig ist, schließlich war er mehr als ein halbes Jahr bei uns. Er weiß ja nicht, dass es nur zur Pflege war. Und dass er durchgehend bellt können wir uns schwer vorstellen, da er dass noch nie gemacht hat, egal wo er war. Und wir wohnen auch in einer Mietwohnung und ich bin den halben Tag berufstätig und bei uns hat er dass nicht gemacht. Wir gaben ihr Tipps und baten sie ihm doch bitte die Zeit zu geben die er braucht um sich einzugewöhnen. Es half alles nichts. Nach der enorm langen Zeit von 6 Tagen musste er sie wieder verlassen. Es musste so schnell gehen, dass sie ihn sogar zu uns brachte. Und was ist jetzt? Das eigene Versagen wird auf andere geschoben und im Bekannten und Freundeskreis wird erzählt wir hätten sie angelogen, Peterchen wäre darauf abgerichtet gewesen zu bellen und wir hätten ihn ihr wieder abgenommen! Bei soviel Unverschämtheit bin ich sprachlos. Als ich meinem Mann Abends erzählte was passiert war, war sein einziger Kommentar: „So, du brauchst nicht dran zu denken, dass wir Peterchen noch einmal hergeben! Der bleibt bei uns!“ Tja, was will man da noch sagen! Bevor ihn noch mehr Menschen wie ein lebloses Spielzeug behandeln und diesem kleinen Hund das Herz brechen bleibt er lieber bei uns, auch wenn wir eigentlich keinen weiteren „eigenen“ Hund mehr wollten, da wir als Pflegestelle schon ausgelastet genug sind. Aber für so einen kleinen Zwerg ist immer noch Platz. Wir nehmen ihn so wie er ist, mit all seinen „Fehlern“ und „Schwächen“ – genau so wie wir uns dass für uns selbst auch wünschen – und so haben wir einen wundervollen Hund bekommen, den sonst keiner haben wollte! Angelika Rebbe, 16.11.2005 |
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Urlaubsgrüsse von
Peterchen. |
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Fast 4 Jahre lebt Peterchen
nun bei Angelika und Danny Rebbe. |
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